Um 1800

Ende des 18. Jahrhunderts ist der Einfluß der französischen Meister noch erheblich, z.B. Georg Henrie Fournier, Jean Francois Reclam. Ihre deutschen Schüler gestalten in Zusammenarbeit mit Malern und Architekten den typischen klassizistischen Stil. Georg Hossauer arbeitet von 1820 - 1850 nach Entwürfen von K.F. Schinkel. Dessen Werke sind "Vorbilder für Fabrikanten und Handwerken (1821)" sowie "Musterarbeiten für Gold- und Silberarbeiten (1873)". Der Maler Peter Cornelius entwirft die Taufkanne der Potsdamer Garnisonskirche; diese Kanne und die von K.F. Schinkel entworfene Taufschüssel werden ebenfalls von Georg Hossauer angefertigt.

1877

Gründung der Zeichenfachschule in der Georgenkirchstraße für Goldschmiede

(50 Lehrlingen / 6 Gehilfen).

1882

Schließung der Zeichenfachschule aus finanziellen Gründen.

1883

Nach einem Entwurf von Bossard wird die Innungsfahne angefertigt für 700 Mark. Ende des 2.Weltkrieges retten die Kollegen H.D. Telschow und G. Gruschke alte Dokumente (Gehilfen- und Meisterrolle) und das Innungsbanner.

1885

Schaffung einer Unterstützungskasse
Beide Kassen sind Opfer der Inflation 1923
1894 Schaffung einer Sterbekasse

1887

Obermeister Carl Herzog regt Wiedereinführung der Zeichenschule an (Eröffnung 1889)

1897

Münchener Zeitschrift "Jugend" vereinigt Künstler, die mit Traditionen brechen. Große Ausstellung in Leipzig zeigt, daß man in eine neue Kunstepoche hineingewachsen war; Geburtsstunde des"Jugendstils". Künstler dieser Richtung waren die Franzosen Lalique, Mucha, Fouquet, Grasset, Desbois, Cauvin, Hertz und Vever (letzte drei im Dienste Boucherons) sowie die deutschen Louis Werner, Bruno Möhring und H.J. Werners.

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